Was Strom wirklich kostet – Studie zu den versteckten Kosten konventioneller Stromerzeugung

Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) hat Ende August 2012 die Studie "Was Strom wirklich kostet" veröffentlicht, die im Auftrag von Greenpeace Energy und dem Bundesverband WindEnergie erstellt wurde. Darin werden die staatlichen Förderungen von konventionellen und erneuerbaren Energieträgern sowie die gesamtgesellschaftlichen Kosten der Stromerzeugung verglichen. Die Ergebnisse konterkarieren in besonderem Maße die aktuell geführte Debatte über die vermeintlich hohen Kosten der Energiewende.

Die Studie ist als Kurzfassung, Langfassung und Factsheet erhältlich. Eine Pressemitteilung ist online verfügbar. Ebenfalls verfügbar ist ein Hintergrundpapier zu den externen Kosten der Atomenergie.


Aus dem Factsheet:

  • Konventionelle Energieträger Atomenergie, Steinkohle und Braunkohle profitieren seit Jahrzehnten in erheblichem Umfang von staatlichen Förderungen in Form von Finanzhilfen, Steuervergünstigungen und weiteren begünstigenden Rahmenbedingungen.
  • Im Unterschied zu den Erneuerbaren wird ein Großteil dieser Kosten nicht transparent über den Strompreis ausgewiesen und bezahlt, sondern geht zulasten des Staatshaushalts.
  • Würde man diese Kosten auch als eine „Konventionelle Energien-Umlage“ auf den Strompreis umlegen, wäre diese heute mit 10,2 Ct/kWh fast dreimal so hoch wie die gegenwärtige EEG-Umlage.
  • Im Jahr 2012 liegen die gesamtgesellschaftlichen Kosten von Windenergie an Land mit 8,1 Ct/kWh und von Wasserkraft mit 7,6 Ct/kWh weit unter denen von Steinkohle mit 14,8 Ct/kWh, Braunkohle mit 15,6 Ct/kWh und Atomenergie, die zwischen 16,4 und 42,2 Ct/kWh liegt.
  • Während Erneuerbare Energie bis heute mit 54 Milliarden Euro gefördert wurden, lag die Förderung von Steinkohle von 1970 bis 2012 bei 177 Milliarden Euro, von Braunkohle bei 65 Milliarden Euro und von Atomenergie bei 187 Milliarden Euro.
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