Atomtransport mit Uranerz durch Robin Wood-Kletteraktion in Buchholz/Nordheide gestoppt – Umweltschützer fordern konsequenten Atomausstieg – Atomtransporte in Deutschland einstellen – Hamburger Hafen für Urantransporte sperren

Buchholz/Nordheide, Jesteburg, Uelzen, 8. April 2016

Anti-Atom-Gruppen hatten Proteste gegen einen Uranerzkonzentrat-Transport von Hamburg zur französischen Atomfabrik Narbonne/Malvésie angekündigt. Nachdem der Frachter „Bright Sky“ vergangenen Dienstag Uranerzkonzentrat aus Namibia im Hamburger Hafen bei der Firma C. Steinweg entlud, fuhr der Zug in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um 23.55 Uhr planmäßig vom Rangierbahnhof Maschen Richtung Buchholz/Nordheide ab. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits seit Stunden Mahnwachen in Maschen und Buchholz/Nordheide, in Jesteburg demonstrierten Aktivisten aus dem Wendland und der Bürgerinitiative Umweltschutz Uelzen direkt neben den Gleisen. Um 00.10 Uhr passierte der Atomtransport Jesteburg um wenig später in Reindorf zu stoppen. Im Buchholzer Bahnhof hatten sich zwei Kletteraktivistinnen der Umweltorganisation Robin Wood von einer Fußgängerbrücke über den Gleisen abgeseilt, kein Durchkommen mehr für die atomare Fracht.

DSCN9027„Wir wollen mit den Aktionen deutlich machen, dass ein Atomausstieg in Deutschland nicht nur die Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke bedeutet, sondern dass ebenso die Atomtransporte zur Herstellung von Brennelementen (u. a. Uranerz-Transporte) einzustellen sind. Die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen ermöglichen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke in Belgien und Frankreich, welche in den vergangenen Monaten wegen erheblicher Sicherheitsmängel stark in Kritik stehen“, so Bernd Ebeling, Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Uelzen. „2016 jähren sich die Katastrophen von Fukushima und Tschernobyl zum fünften bzw. 30. Mal. Um weitere Atom-Katastrophen zu verhindern, wollen wir die Versorgungstransporte der Atomindustrie stoppen – damit es endlich einen Atomausstieg gibt, der diesen Namen auch verdient“, erläutert Cécile Lecomte, AktivistIn bei ROBIN WOOD Hamburg. Cécile Lecomte hatte sich mit einer weiteren Kletteraktivistin in Buchholz abgeseilt.

DSCN9024“Dass die Hansestadt Hamburg mit ihren Beteiligungen am Hafen mit dem Umschlag der Atomtransporte auch noch Geld verdiene, ist ein Armutszeugnis. Der Hamburger Hafen ist eine der großen Umschlagplätze für Atomtransporte in Europa. Woche für Woche laufen Atomtransporte über den Hamburger Hafen, im Jahr 2015 waren es  160, also fast jeden zweiten Tag. Damit sichere die Stadt Hamburg den Weiterbetrieb von vielen Atomkraftwerken weltweit. Wir fordern die Hansestadt Hamburg auf, den Hamburger Hafen für Atomtransporte zu sperren. Beispielhaft sind die bestehenden Verbote für Atomtransporte in den Häfen von Bremen und Lübeck”, fasst Daniel Baum, Pressesprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Uelzen zusammen.

Kontakt für Rückfragen:
Cécile Lecomte, ROBIN WOOD Hamburg, Tel. 0160 / 17 96 531

https://twitter.com/urantransport hier aktuelle Infos und Fotos über den Ablauf des Atomtransportes, wo der Transport gerade ist, Aktionen usw.. Weitere Infos  http://www.atomtransporte-hamburg-stoppen.de/

Verantwortlich für diese Pressemitteilung und Rückfragen Bernd Ebeling, Mob. 0162 8265146

Weitere Bilder siehe unten. Alle Bilder von Bernd Ebeling angefertigt,cc license  Die Bilder unterliegen einer “Creative Commons” Lizenz und kann in voller Auflösung herunter geladen und verwendet werden.

Fotograf Bernd Ebeling
Datum 2016-04-08     00.10 bis 00.50 Uhr
Resolution 4986 x 3324
Copyright Bernd Ebeling
Ort Buchholz/Nordheide und Jesteburg
Tags Urantransport, Atomausstieg, Uranerz, Blockade Atomtransport, Buchholz/Nordheide, Jesteburg

Bildbeschreibung: Aktivisten aus dem Wendland und der BI Umweltschutz Uelzen protestieren in Jesteburg neben den Gleisen. Im Hintergrund einer der Container (Aufschift CATU) mit Uranerzkonzentrat.

DSCN9018Bildbeschreibung: Bahnhof Buchholz/Nordheide, Umweltschützer und Kletteraktivisten protestieren gegen den Urantransport. Währenddessen stand der gestoppte Zug  ca. 2 km vor Buchholz/Nordheide für 3,5 Stunden in Reindorf.

DSCN9026Bildbeschreibung: Kletteraktivistin Cécile Lecomte, ROBIN WOOD und eine weitere Aktivistin über den Gleisen. Nach knapp vier Stunden Stop setzte der Atomzug seine Fahrt Richtung Rotenburg, Bremen, Osnabrück und Münster fort.

Weitere Infos:
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Atomkraftgegner-stoppen-Uran-Zug-bei-Buchholz,protest604.html

Mit dieser spektakulären Aktion gehen die Proteste gegen die ständigen
Urantransporte vom Hamburger Hafen durch Niedersachsen, NRW (u. a. Münster,
Hamm, Köln und Bonn), Rheinland-Pfalz und das Saarland Richtung Frankreich in
eine neue Runde. Das Urankonzentrat aus Ländern wie Namibia, Kasachstan,
Australien und Kanada kommt später als Uranhexafluorid zurück nach Deutschland
zur Urananreicherung nach Gronau. Dann geht es weiter zur Brennelementefertigung
u. a. in Lingen und dann in die AKWs. Dieser Bahntransport ist also ein Transit
mit angekündigtem Wiedersehen – von Atomausstieg keine Spur. Der Hamburger Hafen
ist für die internationale Atomindustrie eine zentrale Drehscheibe und seit
Jahren gibt es dort regelmäßig Proteste und Blockaden.

Aktuelle Infos zum Urantransport und den Protesten findet ihr auch auf
www.urantransport.de.

PS: In der WDR-Lokalzeit Münsterland findet ihr einen aktuellen TV-Bericht zu
Sicherheitsmaßnahmen für das Zwischenlager Ahaus und die UAA Gronau:

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-muensterland/video-sicherheit-von-atomanlagen-im-muensterland-102.html

 

 

 

 

 

 

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