Verschleierung in Gorleben und bei CASTOR; Abfahrtstermin in Frankreich wahrscheinlich der 24. November 2011; Blockadeaktion am 24. September 2011 in Gorleben

Pressemitteilung der BI gegen Atomanlagen Uelzen

Unabhängig vom Strahlen-Skandal in der CASTOR-Halle des Zwischenlagers Gorleben und den ausstehenden Meßwerten laufen die Vorbereitungen der Polizei seit Monaten auf Hochtouren. Um den genauen Transport-Termin wird mal wieder ein Staatsgeheimnis gemacht. Schaut man hinter den Schleier des Transport-Termins ist ein Zeitfenster von der 2. November-Hälfte bis in die 1. Dezemberwoche nach Auskunft der Lüchower Polizei genannt worden. Die Bundespolizei in Uelzen hat wieder die Gesamt-Koordination für die Logistik der Schienenstrecke von der deutsch-französischen Grenze bis zum CASTOR-Verladekran in Dannenberg in ihren Händen. Auf telefonische Anfrage bei der Uelzener Bundespolizei soll der CASTOR-Transport am Donnerstag, 24. November 2011 in Frankreich starten. Das wäre ein Tag früher als bei den anderen Transporten üblich, wo die CASTOREN freitags auf die ungewisse Reise gen Zwischenlager Gorleben gingen. Seit Anfang September läuft die verstärkte Polizei-Überwachung von Schiene und Straße bei Dannenberg und Gorleben. Auf dem Gelände des Salzstockes Gorleben werden aktuell Container für die Unterbringung der Polizisten aufgestellt. Alle Indizien sprechen dafür, dass der Transport trotz der Unregelmäßigkeiten bei den Radioaktivitätsmessungen, durchgezogen werden soll.

Die BürgerInneninitiative gegen Atomanlagen Uelzen (BI Uelzen) wird sich im Rahmen von www.gorleben365.de am 24. September 2011 ab 11 Uhr vor der Hauptzufahrt zum Salzstock Gorleben einfinden. Dabei wird auch das atomare Zwischenlager Ziel des Protestes sein. Unterstützt durch eine Espressostunde mit Wanda wird ein spätes Frühstück eingenommen. Ein “Spanischer Vorhang” wird den Anblick auf das Erkundungsbergwerk (Schwarzbau) verschleiern, wo tagtäglich im Salz gegraben werde. Die BI Uelzen lädt herzlichst zum Mitmachen ein. Die Nichteignung des Salzstockes Gorleben zur Lagerung von Atommüll ist schon lange bewiesen. Von daher ist jeder Tag, am dem hier weiter gearbeitet werde, überflüssig und Verschwendung von Steuergeldern. „Von der Nichteignung des Salzstockes Gorleben für die Lagerung von Atommüll überzeugt haben wir im Ausland nach Lösungen gesucht, wie der Salzstock zukünftig zu nutzen wäre, und werden Möglichkeiten präsentieren“, so Bernd Ebeling von der BI Uelzen.

Bezüglich des bevorstehenden CASTOR-Transportes in das Zwischenlager Gorleben fordert die BI Uelzen die Absage des Transportes und aller Vorbereitungen durch die Polizei. Wir erinnern daran, dass bereits in Jahren 1998 bis Anfang 2001 die hochgefährlichen Transporte unterblieben, da die Deckeldichtungen der Transportbehälter nicht Gesetzes konform waren. Weiter fanden in den Jahren 2007 und 2009 keine Transporte statt, da es keine genehmigten CASTOR- Behälter gab.

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