Aktionswochen gegen Atombürgschaften

Das ist doch kein Atomausstieg!

Nur drei Monate nach dem „Atomausstiegs“-Beschluss will die Bundesregierung eine Milliardenbürgschaft für den Bau eines Atomkraftwerks in Brasilien übernehmen. Schizophrener geht es nicht. Während die Hälfte unserer Atommeiler stillgelegt werden, soll das in den 70er Jahren geplante und vor Baubeginn bereits völlig veraltete brasilianische AKW Angra 3 mit deutscher Hilfe fertig gestellt werden. „Sobald es um Exportgeschäfte geht, schwinden die neugewonnen Einsichten in die Gefahren der Atomkraft. Stattdessen bereitet die Bundesregierung mit Hilfe unserer Steuergelder das nächste Fukushima vor,“ urteilt Heffa Schücking, Geschäftsführerin von urgewald. Noch ist die Bürgschaft jedoch nicht fix: Die Unterzeichnung des Bürgschaftsvertrags findet frühestens Januar 2012 statt.

Deswegen sind jetzt massive Proteste angesagt. 130.000 Bürger und Bürgerinnen haben bereits die Petition „Stoppt Angra 3“ unterschrieben. Die Bundesregierung ignoriert jedoch ihre Stimmen. urgewald, Campact und attac rufen deshalb gemeinsam zu einer bundesweiten Aktionswoche vor den Parteibüros von CDU/CSU und FDP auf. Die Regierungsparteien müssen endlich merken, dass sie auch für die Unterstützung verantwortungsloser Atomauslandsgeschäfte zur Rechenschaft gezogen werden.

Vom 14. – 21. November [Update: Aktionszeitraum ausgeweitet auf 12. November - 3. Dezember 2011] sollen in möglichst vielen Städten Aktionen vor den Parteibüros laufen. Die Bundestagsabgeordneten der Regierungsparteien müssen erfahren, dass die Öffentlichkeit keine Atomgeschäfte durch die Hintertür duldet und auch für die Außenwirtschaftsförderung einen Atomausstieg fordert. Wir wollen die Bürgschaft für Angra zu Fall bringen. Atomtod exportiert man nicht!

Um bundesweit Aktionen organisieren zu können, brauchen wir jedoch viel Hilfe. Wir liefern Hintergundinformationen, Flugblätter, Protestpostkarten und weiteres Aktionsmaterial sowie wichtigen Tipps für die Durchführung. Könnten Sie sich vorstellen bei der Kampagne: „Ich bin doch kein Atombürger“ mitzumachen? Egal ob Sie Protestpostkarten bestellen, bei einer Mahnwache mitmachen oder sie sogar selbst organisieren wollten: Melden Sie sich umgehend bei urgewald. Ansprechpartnerinnen sind Simone Lennerz und Katrin Ganswindt Tel: 02583-1031 oder per Email katrin[at]urgewald.de

Quelle und weitere Informationen: http://urgewald.org/protestaktion/das-ist-doch-kein-atomausstieg

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