CASTOR-Aktionstag im Landkreis Uelzen war voller Erfolg

Um Punkt 12 Uhr am 29. Oktober starteten gleichzeitig an den Bahnhöfen Bienenbüttel, Suderburg und Uelzen im Rahmen des bundesweiten CASTOR-Aktionstag Protestkundgebungen. Bundesweit demonstrierten ca. 6.000 Menschen in 60 Orten gegen die ungelöste Lagerung von Atommüll.


Warmlaufen in Uelzen

In knapp vier Wochen werde der nächste CASTOR-Transport von Valognes/Frankreich zum Zwischenlager Gorleben erwartet. Damit habe die heiße Protest-Phase begonnen. Die BI Uelzen verkündete vor 120 Menschen am Hundertwasserbahnhof Uelzen ein neues Aktions-Konzept: 300 Menschen werden sich am Bahnhof Suderburg QUERSTELLEN. Überall in den Dörfern und Städten zwischen Suderburg und Bienenbüttel wollen Menschen gegen den CASTOR-Transport demonstrieren. Der Aktionstag war vorerst ein Warmlaufen.

Am 8. November findet in der Hochschule Ostfalia in Suderburg ab 18.30 Uhr eine Informationsveranstaltung zum Strahlenskandal im Zwischenlager, der Akte Gorleben (incl. Dokumenten aus dem PUA Gorleben, Parlamentarischer Untersuchungsausschuß des Bundestages) und dem aktuellen CASTOR-Transport. Referieren wird Bernd Ebeling von der BI Uelzen. Vier Tage später startet die naeXte Aktion am 12. November in Uelzen. Bereits um 10.30 Uhr findet auf dem Bahnhofsvorplatz der Hundertwasser-Bahnhofes eine Kundgebung unter dem Motto "CASTOR stoppen - gegen den Strom" statt. Anschließend wird die Demonstration durch die Innenstadt wandeln und vor dem Uelzener Rathaus enden.



„Melange aus Kunst und Zivilcourage“ - Suderburg

Am Samstag den 29. Oktober 2011 versammelten sich am Suderburger Bahnhof etwa 35 Personen zu einer Kundgebung gegen den bevorstehenden Castor- Transport. Im Rahmen des Castor-Strecken-Aktionstages sorgte die Band „Soular Sound“ aus Lüneburg für die passende Untermalung der sehr friedvoll harmonischen Veranstaltung. Bei selbstgebackenen Keksen und Glühwein kam es zu angeregten Diskussionen unter den Teilnehmern. Auch die Sicherheitsbeauftragten der Deutschen Bahn und die Polizisten genossen aus einiger Entfernung die stimmungsvolle Musik, die Timo Dickhuth und Jörn Lungwitz auf Gitarre und Saxophon zum Besten gaben.

„Keine gewöhnliche Demo, wir wollten hier in Suderburg eine Melange aus Kunst und Zivilcourage schaffen.“, so der Veranstalter Philip Gieleßen, AStA- Vorstand der Hochschule Ostfalia in Suderburg. „Die Musik, das schöne Wetter und die Wortbeiträge von Hans-Hermann Hoff (Kreisvorsitzender von Bündnis `90 Die Grünen) und Dr. Dietrich Meyer ließen dieses Vorhaben gelingen.“ Alles in Allem wäre eine größere Teilnehmerzahl der Suderburger Bevölkerung wünschenswert gewesen. Der eigentliche Protest steht im November allerdings erst noch bevor und es wird dann mit einer größeren Teilnehmerzahl gerechnet.



Marsch durch die Bahnhofstraße - Bienenbüttel

Mit den Anti-Atomkraft-Sonnen auf den Fahnen, Bannern und Buttons kam auch die Sonne über Bienenbüttel zum Vorschein, als sich am Samtagmittag um 12.00 Uhr rund 40 Menschen vor dem Bahnhof trafen. Auch sie demonstrierten am bundesweiten Aktionstag gegen den geplanten Castortransport Ende November in das atomare Zwischenlager in Gorleben. Der Bahnhof in Bienenbüttel ist kein beliebiger Ort um gegen Atommülltransporte nach Gorleben zu protestieren, fährt doch der Castorzug dort durch bevor er Lüneburg erreicht und dort die letzte Bahnetappe nach Dannenberg nimmt. Und schließlich bleibt der Castor Symbol einer nicht verantwortbaren Technologie, gegen die sich auch die Demo in Bienenbüttel richtet. Die Atomkraftgegner in Bienenbüttel waren sich einig: Atomkraftwerke gehören abgeschaltet, die Suche nach einem Endlager muss ergebnisoffen geführt werden! Mit einem Marsch durch die Bahnhofstraße beendeten die Bienenbüttler ihren Castor-Aktionstag.

Der Standort Gorleben darf nicht durch weitere Castor-Transporte zementiert werden, sondern muss endlich aufgegeben werden.

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