Presseerklärung der BI Uelzen zum Verbot des „Castor-Camps“ bei Dumsdorf

Mit Befremden haben wir zur Kenntnis genommen, dass der Landkreis Lüneburg das „Castor-Camp“ bei Dumstorf verbieten will. Die BürgerInneninitiative gegen Atomanlagen Uelzen betrachtet dies als eine nicht hinnehmbare Einschränkung unserer Grundrechte auf Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung.

Die Beteiligung von Menschen aus allen Teilen der Bundesrepublik an den Protesten gegen den bevorstehenden Castor-Transport ist Ausdruck der Tatsache, dass der Widerstand gegen die bestehenden und geplanten Atomanlagen bei Gorleben Teil der bundesweiten Auseinandersetzung gegen die verfehlte Atompolitik der Bundesregierung ist. Camps sind Rückzugs- und Erholungsorte für alle Menschen, die ihrem entschlossenen Widerstand gegen diese Politik im Allgemeinen und den bevorstehenden Castor-Transport im Besonderen Ausdruck verleihen wollen und daher unverzichtbarer Bestandteil dieses Protests.

Nicht die protestierenden Menschen sind gefährlich, sondern die Atomindustrie, die trotz der Lehren aus den Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima weiter ihre Atomreaktoren betreibt, ohne Entsorgungskonzept Atommüll produziert und Grenzwerte nach Gutdünken manipuliert.

Nicht die protestierenden Menschen sind gefährlich, sondern eine Politik, die diese menschenverachtenden Praktiken begünstigt und ihre Ordnungskräfte durchsetzen lässt.

Die BürgerInneninitiative gegen Atomanlagen Uelzen solidarisiert sich daher mit allen Menschen, die ihrem Protest gegen Atomindustrie und Atompolitik entschlossen Ausdruck verleihen und fordert daher eine Aufhebung des Camp-Verbots ohne verschärfte Auflagen.

Schluss mit der Atomindustrie!
Gorleben soll leben!

BürgerInneninitiative gegen Atomanlagen Uelzen

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