Castor 2011 Screening – Kinofilm im Central Theater – Gorleben-Demo [PM 04/2012-1]

XXX Veranstaltung zu CASTOR 2011 am 23. April 2012 in Uelzen XXX
XXX Tschernobyl-Kino am 25. April 2012 in Uelzen XXX
XXX Groß-Demonstration am 28. April 2012 in Gorleben XXX


Castor 2011 Screening - Filme von und für den Widerstand
23. April 2012 | 19.00 Uhr | Selbstorganisiertes Zentrum (SoZ) in der Ringstr. 27 b:
graswurzel.tv präsentiert Videoclips vom Castor-Transport 2011 von La Hague nach Gorleben.

Mehr als 126 Stunden, vom 23. - 28. November 2011, war der 13. Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage in La Hague zum Zwischenlager Gorleben unterwegs. Entlang der gesamten Transportstrecke kam es zu vielzähligen Aktionen gegen den von Vielen als unsinnig und gefährlich eingestuften Transport.

Das alternative Medienprojekt „graswurzel.tv“ aus Lüneburg hat, wie auch schon in den Vorjahren, den Transport bzw. den Widerstand dagegen ab der deutsch-französischen Grenze bis ins Wendland mit Kameras begleitet. Insgesamt vier Videoteams von graswurzel.tv waren immer dort vor Ort, wenn Sitzblockaden, Betonpyramiden oder präparierte Fahrzeuge den Transportablauf behinderten. Neben der Abbildung der medienwirksamen Protestaktionen entlang der Strecke legt graswurzel.tv einen besonderen Schwerpunkt auf die Menschen und die Bewegung hinter den Protesten. Deren Motivation, Argumenten und Beweggründen wird in den Filmen ein zentraler Platz eingeräumt und lässt damit auch einen Blick hinter die Kulissen des Widerstands zu. graswurzel.tv und die BI Uelzen laden alle interessierten Menschen zum Screening ab 19.00 Uhr in das Selbstorganisierte Zentrum Uelzen in der Ringstr. 27 b ein, wo die Videos zum Castor 2011 präsentiert werden. Im Anschluss wird Raum für Austausch und Diskussionen zu den Videos und Ereignissen geboten.



Zusammen mit der Inhaberin Renate Böhm vom Central-Theater Uelzen zeigt die BI Uelzen am 25. April ab 20.15 Uhr den Film „An einem Samstag“

An einem Samstag - FilmplakatVorweg gibt es eine kurze Einleitung durch die BI Uelzen, nach dem Film ist Zeit zu Diskussionen. Aus dem Inhalt des Filmes:

"Samstag, 26. April 1986:
Im Atomkraftwerk Tschernobyl ist ein Reaktorblock explodiert. Die Parteileitung wiegelt ab. Aber Valerij Kabysh, früher Schlagzeuger, inzwischen junger loyaler Parteifunktio-när, beobachtet die Panik der Verantwortlichen und begreift, dass jede Sekunde zählt. Dies ist die Geschichte einer missglückten Flucht. Aber das Leben lässt ihn nicht los.
In diesem sorglosen Trubel bleibt jeder Versuch zu entkommen ohne Erfolg. Die Katastrophe spielt eine allgegenwärtige, aber unsichtbare Rolle in dieser Geschichte. Als wären da Handschellen, die nicht zu öffnen sind. Ein verlorener Pass, ein gebrochener Schuhabsatz, ein verpasster Zug. Eine Hochzeit, auf der zuende gespielt werden muss. Vera singt mit ihrer Band, die früher auch Valerijs Band war, und Valerij springt für den betrunkenen Drummer ein.
Lebensgefahr? Tödliche Strahlung? Selbst als Valerijs Band weiß, was wirklich vor sich geht, feiern sie - noch einen Wodka, noch eine Flasche Wein! Für sie bleibt nur weiter zu machen und glücklich zu werden für den einen Moment.
Es ist Samstag, die Sonne scheint und das Gras ist grün, noch grün...
Es ist ein Samstag der Unschuld und die Menschen sind erbarmungslos ihrem Schicksal überlassen."

=> zum Filmplakat (.jpg)
=> Handzettel zum Verteilen (.pdf)


Groß-Demo am 28. April um 13 Uhr in Gorleben

Gorleben muss vom Tisch! Das fordert die BI Uelzen mit vielen Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbänden. “Wir fordern einen echten Neuanfang: Das Endlagerprojekt Gorleben muss unumkehrbar aufgegeben werden – mit einem sofortigen, endgültigen Bau- und Erkundungsstopp. Die vorläufige ‘Sicherheits’analyse Gorleben muss abgebrochen werden. Eine umfassende öffentliche Atommülldebatte ist überfällig.”

Seit Ende 2011 verhandelt Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) mit den Vertretern der Länder um ein Endlagersuch-Gesetz. Ein oder zwei weitere Standorte will Röttgen mit Gorleben als “Referenzstandort” vergleichen. Die Verhandlungen sind jedoch ins Stocken geraten.

”Im Schnellverfahren soll ein Gesetz verabschiedet werden, das Gorleben nicht ausschließt. Dabei ist Gorleben politisch verbrannt und geologisch ungeeignet. Wir sagen: Eine unglaubliche Chance wird hier verspielt, das Gorleben-Desaster zu beenden. Das Vorgehen bei der Endlagersuche der Vertreter von Bund und Ländern zeige, dass die Fehler der Vergangenheit wiederholt werden. Es werden keine Konsequenzen aus den Skandalen um die havarierten Atommüllendlager in Morsleben und der Asse gezogen”, so die BI Uelzen weiter. Am 28. April ab 13 Uhr wird mit einer Kundgebung in Gorleben und anschließenden musikalischen und künstlerischen Umzingelung des Endlagerbergwerks das Ende des Gorleben-Desasters eingefordert.

Kostenlose Busse zur Gorleben-DEMO am 28.4. aus Suderburg und Uelzen

In Kooperation mit der BI Uelzen organisiert die bundesweite Initiative .ausgestrahlt kostenlos Busse (wer kann und möchte, darf natürlich im Bus etwas spenden) zur Demonstration nach Gorleben. Damit hoffen wir vor allem auch viele junge Menschen zu erreichen. Der Ticketverkauf entfällt, dafür hat .ausgestrahlt nun ein Online-Formular, über welches der Sitzplatz reserviert werden kann.

Die Resevierung erfolgt über folgende Adresse
http://www.ausgestrahlt.de/gorleben-busse/

Abfahrtszeiten:
Bus aus Suderburg um 11.00 Uhr, Abfahrt BHF Suderb., Zwischenhalt in Uelzen BHF, Weiterfahrt 11.45 Uhr
Busse aus Uelzen um 11.45 Uhr Abfahrt direkt vor dem Haupteingang des Hundertwasserbahnhofes.
Rückankunft der Busse in Uelzen ca. 17.00 Uhr

Weitere Information zur Demonstration und Programm hier:
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/demo-28-04

=> Diese Pressemitteilung als PDF

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