Angaben des LBEG zur Quecksilberbelastung durch Erdgasförderung sind wissenschaftlich falsch dargestellt

BI Uelzen fordert vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie die Herausgabe des Gutachtens und aller Daten

  1. Die zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse ist aus wissenschaftlicher Sicht grundsätzlich falsch. Das ist selbst für Laien erkennbar. Der Quecksilber-Gehalt in den Böden ist anders als das LBEG darstellt, nicht nur in Munster Nord Z1 überschritten, sondern auch bei den drei weiteren Erdgas-Förderplätzen Hemsbünde Z3, Dreilingen Z1 und Rehden 24 (siehe 2. Tabelle des LBEG, Presseinfo des LBEG vom 10 Juni 18 Uhr http://www.lbeg.niedersachsen.de/bergbau/bergaufsicht/Messergebnisse-125227.html).
  2. Bei den Daten zum Erdgas-Förderplatz Dreilingen Z1 verschweigt das LBEG, dass die Gasförderung auf Dreilingen Z1 von der Firma Wintershall im Mai 2009 beendet wurde. Die Probenahme erfolgte allerdings erst drei Jahre später. Das giftige Schwermetall Quecksilber ist sehr mobil und dringt auch in tiefere Bodenschichten zu den höchsten Stau- und Grundwasserschichten vor.
  3. Auf dem Erdgas-Förderplatz Munster Nord Z3, von Exxon Mobil betrieben, wird ebenfalls kein Gas mehr gefördert.
  4. Die vom LBEG dargestellten Daten sind einer Bergaufsicht nicht würdig. Wir fordern das LBEG zur Herausgabe aller Untersuchungen und Gutachten auf.
  5. Wir fordern eine vollständige Aufklärung aller Belastungen nicht nur durch Quecksilber, sondern auch durch weitere giftige Schwermetalle wie etwa Blei und Litium, welche bei der Gas- und Ölförderung in Luft, Boden und Wasser gelangen.

Verantwortlich für diese Pressemitteilung:

Bernd Ebeling, Dipl.-Ing (FH) Bauingenieur Fachrichtung Wasserwirtschaft und Kulturtechnik
Sprecher der BürgerInneninitiative Umweltschutz Uelzen (Mob. 0162 8265146)

Bürgerinitiative Umweltschutz Uelzen
c/o Bernd Ebeling
Schillerstr. 1 A
D-29525 Uelzen
bernd[at]bi-uelzen.de
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